Graphikmarmelade
Auf der Webseite graphjam.com finden sich zu Hunderten kleine Nonsens-Graphiken. Ich habe nicht alle durchgeblättert. Nach der Zahl der Beiträge der Nutzer zu urteilen ist die Webseite sehr beliebt. In der FamS vom 14. 12. 2008 S. 76 wurde sie in der Rubrik »Gehen Sie in Netz?« von Jochen Reinecke gepriesen. Aus der Tatsache, dass sich mit solchem Graphik-Nonsens Witze machen lassen, ist zu schließen, dass inzwischen ein gewisser Überdruss an Graphik besteht. Man kann in dieser Nonsens-Graphik eine Karikatur dessen sehen, was ich Trivialgraphik nenne, nämlich die ebenso ernst gemeinten wie überflüssigen Graphiken, die sich heute überall breit machen einfach deshalb, weil irgend etwas Visuelles nun einmal dazu gehört.
Ein rechtsnahe Beispiel sei hier vorgezeigt.

Als Autor zeichnet ein Law School Burnout Victim. Diese Graphik vom 2. 11. 2008 hat bis heute 28 Kommentare provoziert, die sie überwiegend sogar ernst nehmen. Andere Bilder befassen sich z. B. mit »Futuristic Trends in Law Enforcement«. Gezeigt wird ein simples Venn-Digramm aus »Robot« und »Cop« als Teilmengen mit einer winzigen Überschneidung. Inspiriert ist die Graphik anscheined durch einen Fil »Robocop« von 1987, den ich nicht kenne. »Ein drittes Beispiel: Number of Law Officers Killed by Popular Musicians«. Besonders hübsch: »Consequences of gay marriage«.
Trivialgraphik
Empfohlene Zitierweise
Klaus F. Röhl: Graphikmarmelade. Beitrag in Recht anschaulich, 2. Juli 2009, abrufbar unter http://recht-anschaulich.lookingintomedia.com/?p=614
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